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BIM-basierte Integrale Planung - Projektübersicht

BIM-basierte Integrale Planung - Projektübersicht
Ansprechpartner:

Dipl.-Ing. Karsten Rexroth

Förderung:

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie

FKZ: 03ET1466 | A-C

Partner:

Fraunhofer Institut für Bauphysik IBP, Nachhaltiges Bauen – Abteilung Ganzheitliche Bilanzierung (GaBi), Stuttgart

Intep - Integrale Planung GmbH, München

DGNB, Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen – DGNB e.V., Stuttgart

 

ASSOZIIERTE PARTNER:

ATP sustain GmbH

SAINT-GOBAIN GLASS DEUTSCHLAND GmbH

Institut Bauen und Umwelt e.V.

Dr. Schiller und Partner GmbH

Starttermin:

2017

Endtermin:

2019

BIM-basierte Integrale Planung

Abbildung Gesamtszenario

Die Lösung komplexer Fragestellungen der Energieeffizienz und Nachhaltigkeit von Gebäuden und urbanen Quartieren erfordern einen integralen Planungsansatz. Dabei ist das energetische Verhalten eines Systems nicht nur in einzelnen Prozessen oder Phasen, wie dem Betrieb, zu berücksichtigen. Eine ganzheitliche Optimierung sollte vielmehr die expliziten Energie- und Stoffflüsse inklusive der damit verbundenen grauen Energien über den gesamten Systemlebenszyklus betrachten.

Die Realisierung eines solchen ganzheitlichen integralen Planungsprozesses impliziert eine durchgängige planungsbegleitende Evaluierung und Optimierung des Planungsgegenstandes. Der frühzeitige Einsatz von Ökobilanzierungswerkzeugen und Nachhaltigkeitsbewertungen stellt dabei eine wichtige Basis dar, um Planungsentscheidungen bereits auf konzeptioneller Ebene auf ihre Auswirkungen für den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes beurteilen zu können und um eine gute Nachhaltigkeitsperformance sicherzustellen.

In der Praxis zeigt sich, dass gerade auf technischer Ebene die nicht standardisierte und unzureichende Anbindung von Simulations- und Bilanzierungswerkzeugen an BIM-Modellierungswerkzeuge (BIM: Building Information Modeling) und der daraus resultierende hohe Zeitaufwand zur Datenerfassung und Durchführung einer LCA-Berechnung (LCA: Life Cycle Assessment) der frühzeitigen Einbindung dieser Methoden zur Planungsunterstützung entgegenwirken.

Das übergeordnete Ziel des Projekts liegt darin, dieser Situation entgegen zu wirken, indem eine Erhöhung der Anwendungsdichte von Ökobilanzierungen (LCA) im Rahmen der Integralen Planung ermöglicht wird. Hierfür sind Effizienzverbesserungen im Bilanzierungsprozess und die verbesserte Einbindung planungsbegleitender Analyse- und Optimierungsprozesse in den integralen Planungsprozess erforderlich. Dies wird mittels einer erhöhten Generalisierbarkeit der Daten und Schnittstellen, sowie mit der Entwicklung von Methoden, Modellen und Technologien zur Bewerkstelligung eines planungsbegleitenden Optimierungsansatzes erreicht.

Auf Ebene der technischen Integration ist das primäre Ziel des Projekts die Realisierung eines durchgängigen integralen Planungsprozesses durch normalisierte Schnittstellen zur Anbindung von LCA-Werkzeugen an BIM-Modelle (Daten-Input) und die Aufbereitung der LCA-Ergebnisdaten zur Nutzung in unterschiedlichen Nachhaltigkeits-Bewertungssystemen. Wichtig ist dabei ein systemübergreifender generalisierter Ansatz. Dabei wird ein besonderes Augenmerk auf die planungsbegleitende Anwendbarkeit von Ökobilanzierungen bereits in frühen konzeptionellen Planungsphasen gelegt (Optimierung statt nachträglicher Bilanzierung). Diese Ziele können nur in Abstimmung mit der Prozessebene erreicht werden.

Auf Ebene des Planungsprozesses werden Analyse- und Bewertungsprozesse in einem wissensbasierten Prozess- und Phasenmodell verortet. Hierin wird Erfahrungswissen darüber bereitgestellt, welche thematischen Aspekte der nachhaltigen Planung und welche Nachhaltigkeitsanforderungen in welchen Projektphasen sinnvoller Weise betrachtet werden sollten, und wann die Initiierung von Bewertungen und Analysen den größten planerischen Mehrwert generiert. Auf diesen Wissensbestand abgestimmt, können die betreffenden Planungsbeteiligten zudem mit Empfehlungen zur Modellierungsqualität und Modellierungsschärfe bei der Erstellung und Fortschreibung ihres projektbezogenen BIM-Modells unterstützt werden. Zudem kann hier Hilfestellung zur planungsphasengerechten Detaillierung der verfügbaren Daten und zur methodischen Durchgängigkeit über den Planungsprozess gegeben werden.