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Haptic Art

Haptic Art
Ansprechpartner:

Dipl.-Ing. Angelika Lückert

Projektgruppe:

Dr.-Ing. Volker Koch
Dipl.-Ing. Angelika Lückert

cand. arch. Olivia Ziegler
Institut für Angewandte Informatik (IAI)
Studienzentrum für Sehgeschädigte
(SZS)

Förderung:

KIT Kompetenzbereich "Technik, Kultur und Gesellschaft“

Partner:

Studienzentrum für Sehgeschädigte (SZS)
Institut für Angewandte Informatik (IAI)

Haptische Vermittlung von Gemälden für Sehgeschädigte und Blinde

Haptische Vermittlung von Gemälden für Sehgeschädigte und Blinde

Neo Rauch "Start" 1997 (Detail) und haptische Umsetzung

Neo Rauch "Start" 1997 (Detail) und haptische Umsetzung

Rapid Prototyping Verfahren (RP) haben sich in den vergangenen Jahren in vielen Bereichen etabliert und werden heute - besonders durch einschlägige low-cost und open source Entwicklungen - immer mehr Endnutzern zu Verfügung gestellt. Der Einsatz von RP zur Erstellung haptischer Nachbildungen von Gemälden stellt einen vielversprechenden Ansatz dar um die Bereitstellung von haptisch nicht erfahrbaren Objekten zur Kunstvermittlung für Blinde und Sehgeschädigte auf eine wirtschaftliche Basis zu stellen.
Die Herausforderung bei der Übersetzung der Bilder in haptische Modelle besteht darin, die unterschiedlichen Voraussetzungen der Nutzer mit den technischen Möglichkeiten in Übereinstimmung zu bringen. Einerseits kann die taktile Wahrnehmungsfähigkeit sehr stark variieren: Je nachdem ob die Blindheit von Geburt an vorliegt, die Erblindung erst später erfolgte oder eine Restsehfähigkeit vorliegt. Daher muss gewährleistet sein, dass die Gemälde-Nachbildungen durch Materialwahl und spezifische Ausführung für Nutzer mit unterschiedlichsten Voraussetzungen geeignet sind.

Andererseits gibt es bei der technischen Realisierung Grenzen in der Auswahl der Materialien und der Art der Nachbildung, bspw. als plastische Nachbildung mittels 3D-Drucker oder flächige Nachbildung mittels Lasercutter. Darüber hinaus hat auch die Kunstrichtung einen Einfluss auf die Art der Umsetzung, da unterschiedliche, teils sehr abstrakte Ideen transportiert werden müssen. Diese unterschiedlichen Parameter müssen mittels einer Matrix abstrahiert behandelt werden, um die Erstellung von haptischen Modellen weitgehend zu „Automatisieren.“

Koch, Volker; Lückert, Angelika J.; Schwarz, Thorsten; Both, Petra von; Diziol, Peter (2012) Haptic Paintings: Using Rapid Prototyping Technologies to Grant Visually Impaired Persons Access to Paintings, Sculptures, Graphics and Architecture, Achten, Henri; Pavlicek, Jiri; Hulin, Jaroslav; Matejdan, Dana (eds.), Digital Physicality - Proceedings of the 30th eCAADe Conference - Volume 2 / ISBN 978-9-4912070-3-7, Czech Technical University in Prague, Faculty of Architecture (Czech Republic), September 2012

http://cumincad.scix.net/cgi-bin/works/Show?ecaade2012_133